Damit es nicht heißt: “Der ist ja nur am meckern!” oder “Was is’n das für einer?” oder “Der haut ja mächtig auf den Putz!” (Was ein Kalauer! :-) ) möchte ich mal etwas versöhnlichere Töne anschlagen. Es gibt sie schließlich noch, die Gewerke, wo picobello gearbeitet wird.

Ich bin dennoch felsenfest der Auffassung, dass Dinge auf den Punkt gebracht werden müssen, und wenn es sein muss, mit deutlichen Worten. Wer die Wahrheit nicht verträgt, kann ja woanders hingehen, die Weiten des Netzes sind immerhin unergründlich. Erst kürzlich stand in meinem Horoskop: “Beziehen Sie Position bei einer Sache, die Ihnen wichtig ist!” Auch wenn ich nicht an diesen Quatsch glaube, ist es des Öfteren ganz lustig, das zu lesen und manchmal findet sich auch Reales wieder.

Zu diesen erwähnten Gewerken gehört der Fliesenleger. Etwas anderes als picobello fällt mir dazu wirklich nicht ein. 1A-Arbeit, was er da abliefert, sauber und präzise. Da macht selbst das Zuschauen Spaß. Als wir am Samstag auf die Baustelle kamen, war der Fliesenleger schon da! Alle Achtung!!! Dass er am Wochenende auf die Baustelle kam, hat nichts damit zu tun, dass der Job schnellst möglich erledigt sein muss, denn dann würde er nicht so akurat arbeiten. Er hat den zeitlichen Puffer am Wochenende genutzt, um andere Gewerke nicht zu behindern, denn der Bereich, wo die Bodenfliesen verlegt werden, ist mindestens einen Tag lang nicht begehbar. Und so hatte er bis zum Mittag die Fliesen in der Küche und im Wohnzimmer komplett verlegt, und im Flur hatte er begonnen, hier macht er heute weiter.

Am vergangenen Freitag, als ich auf die Baustelle kam, wurden gerade die Haustür und die Tür an der Garagenrückseite eingebaut. Auch mit den beiden Herren, konnte man vernünftig – ja, teils auch locker – reden. Es ist schon was dran an der Tatsache, dass man in den ersten Sekunden merkt, mit wem man auf einer Wellenlänge ist. Die erbrachte Leistung war auch hier top!
Ich glaube, das Garagentor kam hier bisher ein bisschen zu kurz. In freudiger Erwartung des Moments, in dem ich es erstmals bedienen “darf”, kribbelt es heute schon in den Fingern. Das Tor selbst, ein 100%-iges “Made in Germany”-Produkt, macht echt was her. Auch wenn ich es noch nicht testen konnte, Aufbau und Konstruktion – in Bezug auf den Einbau… – sehen sehr gut aus, es scheint, als würde sich da mal nichts verkannten.

Beim Thema Eigenleistungen fällt mir nur eins ein: “Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen”. Es geht langsam aber sicher vorwärts. Damit wir den Elektriker, der im Lauf der Woche u.a. die Steckdosen installieren will, nicht behindern, konnten wir bis jetzt keines der Zimmer im OG vollständig abschließen. Die Stellen, wo Steckdosen hinkommen, mussten wir freilassen. Das Problem ist, dass die Elektroinstallationen noch hinter dem Putz liegen. Und der muss erst entfernt werden. Damit dabei nicht unnötig Tapete beschädigt wird, heißt es an diesen Stellen: abwarten.
Um dennoch weiterzukommen, haben wir uns einerseits entschieden, unter nicht zu unterschätzendem Sicherheitsrisiko den Treppenaufgang, mein Vater prägte den Begriff: Dom, selbst zu machen, und das mit durchaus herzeigbarem Erfolg. Zum anderen machte sich meine Mutter an eine Aufgabe, für die sie prädestiniert zu sein scheint. Sie macht sich mit einer Begeisterung an Ecken zu schaffen, wo die Tapete extra zugeschnitten werden muss, und wo das Ganze mit nichts besser zu beschreiben ist, als mit pfriemeln (für meine Leser aus Österreich: fudeln :-) ) Was das Tapezieren überhaupt angeht, wäre sie der perfekte Arbeitnehmer für jeden Maler! Na ja, eigentlich könnte sie gleich selbst ein Geschäft aufmachen…

Für die Küche haben wir mittlerweile auch einen Liefertermin. Und eigentlich müssten die Innentüren auch bald kommen. Harren wir also der Dinge, die da kommen. Und zum Schluss noch ein Satz zum Keller: Der Trocknungsprozess schreitet sichtbar voran.

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