Es ist jedes Jahr dasselbe: Trotz mehrfacher, deutlicher Ankündigungen von Schneefällen versinkt dieses Land im Chaos! Wie kann das sein? Wieso funktioniert das wiedermal nur in anderen Ländern? Beispiele gibt es da zur Genüge.

Vor mehr als einer Woche hat insbesondere Meteomedia starken Schneefall vorhergesagt. Ich erwähne Meteomedia deshalb, weil sich deren Frontmann Jörg Kachelmann bei den Vorhersagen der vergangenen Tage und Woche sehr ins Zeug gelegt hat. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass ein Großteil seiner Vorhersagen tatsächlich so eingetreten sind.

Wie kann es dann sein, dass sich vorgestern ein Herr des Winterdienstes fett vor einer Kamera des WDR positioniert und die Dreistigkeit besitzt, zu behaupten, der Wetterumschwung wäre plötzlich und überraschend zu kommen? Ich möchte an dieser Stelle mal Martina Eßer, die Moderatorin von WDR Aktuell loben, die nach dem Beitrag diese Behauptung sinngemäß mit der Aussage kommentierte: “Ja klar, der Schnee kam ja auch so plötzlich!” Diese mehr als deutliche Kritik war absolut richtig platziert! Die Redaktion der Sendung war gut vorbereitet, denn es folgte ein Einspieler des Vortags, in dem Jörg Kachelmann die fette Wetterfront zeigte, die dann NRW mit voller Breitseite traf.

Wenn sowas schon im bevölkerungsreichsten Bundesland passiert, ist es logisch, dass es bei uns in der Pampa nicht anders läuft. Ich erlaube mir an dieser Stelle einen Wortwitz, den vor allem Leute unserer Gemeinde verstehen werden, unter ihnen sind auch diejenigen (und die werden sich jetzt auch wieder angesprochen fühlen), für die man – wie hier schonmal erwähnt – eher lästiges Übel als Bürger ist.

Ich muss kurz abschweifen, weil es mir unter den Nägeln brennt: Man könnte denken, dass mir die Gemeindeverwaltung Inzest unterstellen möchte, denn auf der Wasserrechnung des vergangenen Jahres steht nicht meine Frau, sondern meine Schwester mit ihrem Geburtsname, den sie seit 1993 nicht mehr trägt und der normalerweise nur im Melderegister vermerkt sein kann. Von korrekter Arbeitsweise kann keine Rede sein – und das in der Verwaltung! Ich nehme diese Tatsache dennoch mit einem Lächeln im Gesicht zur Kenntnis. Anders erträgt man es wahrscheinlich auch nicht.

Zurück zum Thema und damit zurück zu dem Wortwitz: Wenn man morgens zur Zeit des Berufsverkehrs im Schritttempo durch ungeräumte Straßen driftet, fragt man sich wirklich, warum der Winterdienst derart lausige Arbeit leistet?! Die Herren schlummerten wahrscheinlich noch gemütlich in ihren warmen Betten, während es draußen lebhaft zu ging. Das was ich schildere, war gestern Morgen, als um 06:30 Uhr urplötzlich mal eben alles weiß wurde. Ich erwähne jetzt ganz bewusst nicht, dass es heute Morgen noch eine Kategorie schlimmer war, da über Nacht ca. 10cm Neuschnee fielen, es könnte sogar etwas mehr gewesen sein. Fahrten durch Tiefschnee sind was ganz prickelndes!!!

Dass sich in solchen Momenten Fahrzeuge in Gräben oder an Bäume verabschieden, ist naheliegend. Da kann man noch so vorsichtig fahren – es kam schon vor, dass sich Fahrzeuge, die zuvor Schritttempo fuhren, überschlagen haben. Ich plädiere dafür, dass Winterdienste bei Unfällen eine Teilschuld zu tragen haben!

Kommt es zum Unfall, sollte es jedem klar sein, dass die Leidtragenden möglicherweise unter Schock stehen. Die Erfahrung lehrt uns aber, dass sich das wohl noch nicht bis zur Polizei herumgesprochen hat! Die rennt nach Erreichen des Unfallortes um den Wagen und besitzt dann noch die Frechheit den Verunfallten mit 35 Euro mit der Behauptung zu verwarnen, man sei zu schnell gefahren. Respekt, so schnell ist selbst ein Gutachter nicht! Diese Verwarnung hat dann der Fahrer des Fahrzeugs auch noch zu unterschreiben. Das ist eine schamlose Ausnutzung der Situation, nur um Bußgelder einzustreichen!

Was ist nur los in diesem Land?

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